30. November 2016

Praktikum, Pokemon und Pakete

Der Oktober ist schon lange vorbei und trotzdem war er sehr ereignisreich. In den folgenden Posts werde ich immer noch über Erlebnisse aus dem Oktober schreiben müssen :) Es hat sich eben einiges angestaut.

Anfang Oktober war ich fast drei Wochen in einer Grundschule. Dort durfte ich in einer vierten Klasse hospitieren und sogar zum ersten Mal unterrichten! Ich durfte mit drei anderen Studentinnen acht Mathestunden übernehmen und wir sollten mit den Schülern Geometrie machen. Nach relativ kurzer Überlegungszeit einigten wir uns auf "Das Haus der Vierecke". In diesem Modell werden die Beziehungen der Vierecksfiguren untereinander dargestellt. Zum Beispiel ist jedes Quadrat ein Rechteck, weil alle Eigenschaften von Quadraten (4 Ecken, 4 rechte Winkel, 4 gleichlange Seiten) auch zu Rechtecken (4 Ecken, 4 rechte Winkel, alle gegenüberliegende Seiten gleichlang) gehören. Quadrate sind also besondere/spezielle/spezifische Rechtecke. Die Klasse war ein Traum für einen Lehranfänger, denn sie machen alles mit, sind sehr ruhig und das Klassenniveau ist ziemlich hoch. Meine erste Unterrichtsstunde war eine kleine Katastrophe (jedenfalls aus meinem Blickwinkel), weil ich den Schülern das Konzept von Hierarchien und Ober- und Unterbegriffen verdeutlichen wollte. War etwas zu schwer und zu schnell für 45 Minuten... Die zweite Stunde lief deutlich besser, schon alleine wegen des bunten Lenkdrachens des Schnecks, der das Thema "Drachenviereck" sehr gut einleitete. Aber ich konnte nicht nur den Blickwinkel vor einer Klasse ausprobieren, sondern auch das Arbeiten von zuhause (nicht, dass ich als Student das nicht kenne, aber praktische Arbeitsmaterialien herzustellen ist eben doch etwas neues). Abends vor dem Fernseher gestaltete ich am PC Arbeitsmaterialien, schnitt Zettel mit Tierbegriffen aus und packte sie in Briefumschläge. Ziemliche Fitzelarbeit... Das Wohnzimmer sah aber aus wie bei einem Lehrer :)
Das Wetter war im Oktober so einladend, dass wir auch viel Zeit zum Pokemonspielen fanden. Einmal sind wir extra nach Potsdam gefahren, um die kleinen Monster zu fangen und um spontan T. A. zu treffen. Es war ein erfolgreicher, aber auch herbstlichkühler Tag. Unsere Tour endete im Schlosspark von Sanssouci und mit einem wunderbaren Schafskissen.
Kastanien zeigen uns den Weg zu den Monstern
Im Oktober passierte außerdem etwas sehr... dummes. Der Schneck und ich brauchten einiges an Kleinkram. Ökologische, also wiederverwendbare Pads für unsere Kaffeemaschine, einen Schrägbandformer vor allem für den Babyquilt und noch irgendetwas. Nach mehrmaligem, aber erfolglosem Suchen in verschiedenen Läden bestellten wir den Kram doch im Internet (eigentlich will ich das reduzieren, aber wenn der Einzelhandel nicht mitspielt...). Die Sachen kamen auch schnell an, bloß eins fehlte. Also schauten wir, warum es denn so lange dauert und erst da fiel mir die "Dummheit" auf. Die Schrägbandformer brauchten drei Wochen, denn sie kamen aus China. Was für ein Blödsinn! Beim Bestellen ist mir das gar nicht aufgefallen, denn sie waren unglaublich preiswert, sahen qualitätiv gut aus und die Versandkosten lagen nur bei 99 Cent. Da denke ich doch nicht an China! Schweiz, Österreich, ok. Aber doch nicht China! Sie kamen jedenfalls pünktlich an und haben eine gute Qualität. Trotzdem werde ich beim nächsten Bestellen genauer hingucken :) (oder wieder offline kaufen...)
Post von ganz weit entfernt

29. November 2016

Der 1. Advent

Und wie war euer erster Advent? Habt ihr ihn mit den ersten Lebkuchen, mit einem warmen Glühwein oder sogar auf einem Weihnachtsmarkt verbracht? Der Schneck und ich hatten einen ganz entspannten Nach-Geburtstag-Tag bei meiner Mama mit Ausschlafen und Kuchen zum Frühstück. Und weil das Wetter so wunderbar sonnig war, sind wir rausgegangen um einen Geocache zu finden und Pokémon zu fangen. Danach ging es mit dem riesigen Geschenkeberg im Auto zurück nach Berlin. Erst in der Wohnung fing also unser Advent richtig an, denn die Wohnung sah aus wie Sau und wir starteten einen Weihnachtsputz mit großem Möbelrücken. Das Wohnzimmer sieht jetzt lockerer aus und wir haben Platz für Weihnachtsdeko und einen Weihnachtsbaum (yeah!). Zum Abschluss des Tages gab es dann im aufgeräumten und umgestellten Wohnzimmer ein tolles Abendbrot mit der ersten Adventskerze. (Den Kerzenteller habe ich schon vor knapp zwei Monaten auf einem Trödelmarkt in einer meiner Lieblingsfarben für wenig Geld gefunden.)
Das neue Wohnzimmer
Abendessen am 1. Advent

24. November 2016

Stulpen für warme Schneckhände

Der Schneck spielt ganz gerne. So PC-Spiele. Mal mit Panzern, mal mit Schiffen. Manchmal auch mit anderem Gedöns. Ich habe schon seit Ewigkeiten nicht mehr am PC gespielt. Vermutlich fehlt mir der lange Atem, denn nach wenigen Wochen langweilt mich das Spiel oder der Ehrgeiz ist verflogen. Der Schneck zockt auch im Winter, aber dann frieren ihm manchmal die heiligen Zockerhändchen... Probleme kann man haben... :)
Jedenfalls konnte ich etwas dagegen machen. Und zwar mit Stricken! Ich wollte ihm eigentlich Armstulpen mit Daumenloch stricken, aber er wollte lieber Pulswärmer haben. Also gab es kurze Stulpen gegen kalte Zockerhände. Das ging auch viel schneller!
Armstulpen für den Schneck

Mit feinem Rippenmuster

17. November 2016

Der Wahnsinn beginnt!

Ich bin in diesem Jahr sehr früh dran, denn ich denke schon seit Oktober an Weihnachten. Das ist mir noch nie passiert, aber ich freue mich wie wahnsinnig auf die freien Weihnachtstage, auf die Weihnachtsmärkte, auf Glühwein und Langos, auf Geschenke vorbereiten, auf den ersten gemeinsamen Weihnachtsbaum und auf die Familie! ABER ich finde, einige übertreiben es :) Meinen frühzeitigen "Weihnachtswahnsinn" bekommen nur der Schneck und ich selber mit, denn ich denke und rede alle paar Tage über mögliche Weihnachtsgeschenke oder einen geeigneten Platz für den Weihnachtsbaum in unserem kleinen Wohnzimmer (Wobei andere Fragen noch viel wichtiger sind: Wo wird er gekauft? Im Baummarkt, am Stand oder selberschlagen? Wirds eine Fichte oder doch eine Nordmanntanne? Echte Kerzen oder elektrisches Licht? Knallbunt oder dezent dekoriert?). Wir werden sehen. Aber doch bitte erst in 5 Wochen! So lange kann ich mich noch beherrschen...
Direkt in unserer Straße die ersten Weihnachtsbeleuchtungen!

Auch der Blumenladen um die Ecke rüstet Mitte November voll auf.

13. November 2016

Schreiben im Schloß

Obwohl mich meine Arbeit momentan enorm stresst, was vor allem an Kommunikationsschwierigkeiten liegt, sah das vor knapp einem Monat noch anders aus. Mitte Oktober fand der alljährliche Schreibworkshop meiner "Abteilung" statt. Dazu fuhren wir ins idyllische Gollwitz in der Nähe von Brandenburg an der Havel, wo es eine Begegnungsstätte mit Seminarräumen gibt. Diese ist im Schloß Gollwitz untergebracht, sodass wir einen wunderschönen Ort zum wissenschaftlichen Schreiben und Denken hatten. Denn die zweieinhalb Tage sollten dazu genutzt werden, einen eigenen wissenschaftlichen Text zu verfassen und Manuskripte von Kollegen zu besprechen. Aber nicht nur "schreibwütige" Potsdamer kamen nach Gollwitz, sondern es fanden auch zwei Musikklassen den Weg dorthin und stimmten uns mit Weihnachtslieder auf die kalte Jahreszeit ein. Der Schloßpark war klein, aber fein und durch die letzten paar Sonnenstunden strahlte alles wunderbar. Außerdem lud der Park dazu ein einen kleinen Spaziergang zu machen, damit man wieder einen klaren Kopf bekommt.
Da gab es noch einen Hauch Sommer...
Der letzte Sonnenschein
Zwischen dem ganzen Schreiben und Arbeiten wurden wir mit Köstlichkeiten versorgt. Das Schloß Gollwitz hat eine rein vegetarische Küche, sodass man die Wurst beim Abendbrot lange suchen kann. Es gab aber immer eine frische Salattheke, tolles Brot und Milchreis oder Griesbrei mit Fruchtsoße! Superlecker! Auch die Lasagne und die Bratlinge mit Kartoffeln und Gemüse waren der Knaller. Am Abend konnten wir dann das Arbeiten vergessen, sodass wir Black Stories oder Tischtennis spielten und ganz viel Ungesundes zu uns nahmen :)
Abendgestaltung
Ich teilte mir ein Zimmer mit einer lieben Kollegin, die den leckersten Weißwein mitgebracht hatte, den ich je getrunken habe! Aber 20 € pro Flasche...

Der beste Weißwein!!!
Das charmante Jugendherbergszimmer
Der zweite Abend ging dann deutlich länger als der erste, aber am nächsten Morgen sollte kaum noch gearbeitet und nur noch Kleinigkeiten besprochen werden. Da kann man auch etwas weniger schlafen.
Leider hatten es einige übertrieben, sodass der letzte Morgen durch unprofessionelles und fremdschämendes Verhalten überschattet war, aber nun ja. Es war eben wie auf einer Klassenfahrt und irgendjemand muss immer aus der Reihe tanzen... (Aber mit 25+?) Im nächsten Jahr werde ich deswegen sehr wahrscheinlich nicht mitfahren, obwohl das Schreiben und die professionellen Gespräche Spaß gemacht haben.

9. November 2016

Ein sehr stressiger Semesterstart

Das Semester ist gerade einmal knapp drei Wochen alt und trotzdem ist der Stress schon sehr hoch! Fast zu hoch. Das liegt nicht an der Anzahl der Kurse, an blöden Bahnverbindungen oder am grauen Wetter, sondern an meiner Arbeit. Die nervt gewaltet bzw. die Kollegin nervt gewaltig! Aber es wird bestimmt wieder eine Zeit mit wöchentlichen Posts kommen. Ich schwöre! Bis diese gekommen ist (spätestens zu meinem Geburtstag in gut zwei Wochen), hier eine kleine Aufmunterung (für alle, die so gestresst sind wie ich!):
Benni Blumenkohl und ich (von links nach rechts)

Zusatz: So gestresst wie ich mich fühle, seh ich auf dem Foto gar nicht aus... Was so ein ungeplanter Besuch im Supermarkt mit Plüschgemüse alles bewirken kann ;) (Rebecca Radieschen war übrigens auch der Hammer!)