20. Oktober 2016

Pokémon go

Obwohl das Spiel "Pokémon go" schon seit vielen Monaten raus ist und der Hype langsam abklingt bzw. nur noch "echte" Fans spielen, oute ich mich nun auch. Der Schneck, das Cousinchen J. und ich spielen seit dem ersten Tag und sind immer noch schwer begeistert. Nach den anfänglichen Problemen, was die Server angeht, macht es nun richtig Spaß! Wir haben uns sogar schon zu dritt extra zum Spielen verabredet, damit wir neue Pokémon fangen, gemeinsam Arenen bekämpfen und Kilometer erlaufen können. Von wegen unsozial! Wir haben mindestens 3 Stunden zusammen gespielt und eine Menge geredet. Natürlich hauptsächlich über das Spiel, aber was will man denn mehr :) Als Zwischenstopp suchten wir die Prager Hopfenstube auf der Frankfurter Allee auf, um unsere Kräfte aufzutanken und die angrenzenden Pokéstopps mit Lockmodulen zu füttern. Es war ein wirklich erfolgreicher Abend!

Ich bin immer noch auf der Suche nach speziellen "Lieblingspokémon", die ich noch von damals toll finde. Deshalb wird der Hype bei mir noch länger andauern. (Es musste sogar ein neuer Handyvertrag her. Ohne Mobile Daten geht das Spielen sehr langsam voran... Ich bin jetzt übrigens Level 21!)
Stadtkulisse beim "Kämpfen"
DAS Werkzeug

17. Oktober 2016

Hurricane 2016

Es ist wirklich schon eine halbe Ewigkeit her, aber irgendwie habe ich es nie geschafft über das diesjährige Hurricane zu bloggen... Das Festival ist jetzt über drei Monate her und die Erinnerungen verblassen langsam, obwohl es diesmal ungewollt aufregend war! Aber besser spät als nie darüber berichten. Also hier ein sehr nachträglicher Bericht über unseren "Sommerurlaub"*.

*Der Schneck und ich waren noch nie gemeinsam so richtig im Urlaub. Wir fahren seit drei Jahren mit meiner Familie zum Wandern, besuchen jährlich Freunde, Familie und Festivals und wir haben auch schon einen Tag in Warnemünde verbracht, aber so richtigen "Wir buchen eine Unterkunft, machen uns auf den Weg und verbringen dort zu zweit Zeit zusammen"-Urlaub gab es noch nie. Deshalb zählen die Festivaltage beim Hurricane zu meinem Sommerurlaub.*

Der diesjährige Festivalurlaub begann wie immer entspannt. Am Donnerstag (23.06.) wurden wir von Cousinchen J. und Freund U. abgeholt und mit Sack und Pack ins geborgte Auto von Familie B. geladen. Nach zweiminütigem Fahrtweg erreichten wir den Lebensmittelladen und machten zu viert einen etwas chaotischen Einkauf mit den wichtigsten Sachen (Bier, Fleisch und Bier). Nachdem alles im Auto verstaut war und jeder ein Eis bekommen hatte, ging's durch's heiße Berlin Richtung Norden.

Es war mein viertes Hurricane-Festival und ich bin noch nie(!) den selben Weg dort hingefahren. Jedesmal fahren wir, vor allem kurz vor'm Ziel, über Straßen, die mir irgendwie bekannt vorkommen und dann stelle ich zwei Minuten später fest, dass ich sie doch nicht kenne.... Dieses Jahr sind wir sogar über kleine Feldwege gefahren, aber wenn das Navi das sagt und wir irgendwann richtig ankommen, wer kann dann zweifeln :) Wir mussten kaum mit dem Auto anstehen, aber das Schleppen bis zum Zeltplatz war diesmal seeehr lang.... vor allem war es mördermäßig heiß! Ende Juni, ihr erinnert euch? Aber nach einem kaputten Trolli und einer langen Suche nach einem geeigneten Platz hatten wir endlich eine schöne Ecke für unsere zwei Zelte gefunden. Die Nähe zum Frühstücksstand (Kaffee!) und zu den Klos (Goldeimer UND Dixies) ist für uns zum Muss geworden. Festivalerfahrung! ;) Auch später sollte sich unsere Platzwahl als Vorteil herausstellen...
Der Co-Pilot auf dem Rücksitz
Den Nachmittag bzw. Abend verbrachten wir mit dem Zeltaufbau, dem ersten Grillen und mit einigen kleineren Bands in der White Stage. Chefboss aus Hamburg und Romano aus Berlin Köpenick haben richtig gute Stimmung gemacht! Nach diesen beiden Acts waren wir ziemlich müde und wollten noch ein bisschen im eigenen Zelt quatschen und vielleicht etwas spielen, um dann anschließend in die jeweiligen Partnerschlafsäcke zu kriechen. Da fing aber das Wochenenddrama an. Gewitter mit viiiiiel Regen.....

Wir saßen zu viert in dem sehr geräumigen Vorzelt von J. und U., als urplötzlich ein Gewitter los ging! Der Wind zerrte und Regenmassen klatschten mit ungeheurem Druck an die Zelte. Blitz und Donner gesellten sich ebenfalls dazu. Es war Weltuntergangsstimmung und uns trennte nur eine dünne Zeltplane davon. Das Wasser kroch sogar in das Vorzelt hinein und staute sich zu Pfützen, aber jeder von uns saß im Campingstuhl und trug Gummistiefel. Nachdem das heftigste Gewitter, was ich je erlebt habe, sich verzogen hatte, konnten wir in unser eigenes Zelt schlafengehen. Dabei sahen wir die ersten "Opfer". Verwehte Pavillons, wohin das Auge sah.
Die Ruhe vor dem Sturm. Oder danach?
Am Freitagmorgen wurde uns das gesamte Ausmaß bewusst, als kaum noch intakte Pavillons standen, zahlreiche Zelte durchweicht bzw. ganz hinüber waren und viele nassen Menschen zu sehen waren. Wir sind davon verschont geblieben, denn die Zelte blieben heile und von Innen trocken! Guter Platzwahl! Das Suchen hatte sich also gelohnt. Unsere direkten Zeltnachbarn hatte es leider so stark erwischt, dass bei ihnen das Wasser 5 cm hoch IM Zelt stand... Auch das Schaufeln eines Loches, damit das Wasser ablaufen kann, half da nichts mehr. Der Ackerboden war komplett mit Wasser getränkt! Deshalb musste der halbe Freitag von den Bands her gestrichen werden, aber am Abend konnten wir zum Glück Rammstein sehen. Das war unsere größte Befürchtung, dass sie abgesagt werden. Sie konnten aber ihre grandiose Show mit Feuer und Pyro abziehen und wir waren alle rundum glücklich und zufrieden.
Damit das Bier geschützt ist!
Das gesamte Wochenende war von starken Gewittern und viel Regen geprägt, sodass der gesamte Samstag abgesagt werden musste. Das war sehr schade um die Bands, aber wenn das Festivalgelände einfach nicht zu betreten ist, dann ist das eben so. Wir hatten trotzdem Spaß und waren froh, dass wir nicht nach Hause mussten wie die Leute vom Southside Festival. Einige Leute waren aber sehr gelangweilt, sodass sogar Dixies angezündet wurden... Was lerne ich daraus? Langeweile kann Schaden anrichten, Dixies brennen 1A und innerhalb von wenigen Minuten und aus einem brennenden Dixie können ruckzuck drei oder vier werden.....
Schlamm,...
Modder...
und noch mehr Schlamm!
Auch der Sonntag konnte nur teilweise stattfinden. Es mussten aber nur wenige Bands abgesagt werden. Die Festivalbetreiber hatten mit Hilfe des THWs und anderen Leuten das Gelände soweit wieder flott gemacht, sodass wir The Subways, Bosse und Deichkind sehen und Riesenrad fahren konnten. Außerdem gab es eine riesige Leinwand um das Achtelfinale der EM Deutschland-Slowakei zu sehen. Ein Erlebnis für sich mit Campingstühlen und tausenden anderen Menschen ein Fußballspiel "zu gucken" (anfangs war es sehr schwer irgendetwas zu sehen bzw. zu hören...).
Blick aus dem Riesenrad
Fußball-EM mal anders
Deichkind und Bengalos

Lichter bei Nacht
Der Montag verlief wie der Donnerstag. Ruhig und entspannt. Wir hatten keine Hektik, um wieder nach Hause zu kommen. Also konnten wir ausschlafen, in Ruhe frühstücken und die Zelte abbauen. Als wir dann wieder am Auto waren, stellten wir mit Freude fest, dass wir ohne größere Probleme den Parkplatz verlassen konnten. Einige hatte es so schwer getroffen, dass ihre Auto mit den Nasen fast 50 cm im Schlamm steckten. Da halfen nur noch die zahllosen Traktoren zum Rausziehen. Die Rückreise verlief, im Gegensatz zum restlichen Festival, unkompliziert und ohne Unterbrechungen.

Wir hatten trotz der ganzen Absagen und des doofen Gewitters eine schöne Zeit. Dennoch bleibt offen, ob es ein Wiedersehen auf dem Hurricane 2017 gibt...
Warten auf die Abreise

Ein Hipsterfoto! #nofilter

6. Oktober 2016

Kriminelle Energien

Seit Jahren steht auf meiner "Liste", dass ich einmal Wände besprühen will. Das hat soetwas wildes, rebellisches und provokatives ansich und wer sagt, dass man das nicht auch noch mit 25 sein kann? Ein Störfaktor war aber definitiv die "Illegalität" (rebellisch und so....) und deshalb ruhte der Wunsch lange Zeit. Vor ein paar Monaten habe ich dann von einer Kommilitonin erfahren, dass es in Berlin zahlreiche "legale Wände" gibt, auf denen sich Sprayer ausprobieren können. Das nahmen der Schneck und ich zum Anlass, Freund U. zum Geburtstag Spraydosen und einen Nachmittag an der Wand zu schenken. Freund U. wusste sogar, dass so eine legale Wand keine zehn Fahrrad-Minuten von uns entfernt steht. Also trafen wir uns an einem sonnigen Sonntag und lebten unsere künstlerischen "kriminellen" Energien aus!
Am Anfang waren wir ziemlich schüchtern, denn wir mussten "professionelle" Werke übersprühen und wir wussten nicht wie sich die Farbe verhält. Also spielten wir zuerst eine Runde TicTacToe. Aber mit der Zeit wurden wir immer mutiger und so entstanden tolle Kunstwerke! Es hat allen sehr viel Spaß gemacht und ich kann einen Haken auf meine "Liste" setzen. Außerdem haben Profi-Sprüher auch Profi-Farben und HANDSCHUHE! Für's nächste Mal ;)
Die Vorbereitung
Meine Anfänge
Das Resultat von Freund U.
Das Resultat vom Schneck
Die Resultate von Cousinchen J. und mir
Megamäßige Glitzerfarbe!
So sieht es dann bei Profis aus

3. Oktober 2016

Mein zweiter Babyquilt #2

Ja, ja, Zeit bis Februar.... Das hatte ich das letzte Mal geschrieben, als ich noch dachte, dass ich meinen zweiten Babyquilt in Ruhe und mit langer Voraussicht angehe. Nun ja, schon wenige Tage nach den Vorbereitungen war das Top fertig; und ich bin sehr zufrieden mit der Stoffkomposition! Er sieht durch die bunten Quadrate fröhlich und freundlich aus und die bläulichen Kinderstoffe gefallen mir auch vernäht immer noch sehr gut. Jetzt fehlt noch das Quilten und das Binding. Meine Meisterprüfungen..... Dafür werde ich ganz bestimmt erst in den nächsten Wochen bzw. Monaten Zeit finden, aber die Materialien stehen fest und ich habe ja noch Zeit bis der kleine Minimensch auf die Welt kommt.

Ich habe zuerst die 22 x 22 cm großen Quadrate nach der präzisen PC-Vorlage zusammen genäht, sodass ich fünf 9er-Quadrate erhielt. Einen Teil des Randes habe ich in diesem Zuge auch schon fertig genäht.
Nach dem ganzen Nähen und Bügeln werden alle Quadrate zerschnitten. Einfach so. Der Effekt, der beim Zusammensetzen entsteht, ist aber einsame klasse, denn man sieht davon beim Endprodukt überhaupt nichts.
Vorher
Nachher
Zum Abschluss musste ich jeweils noch am oberen und linken Rand einen weiß-farbigen Stoffstreichen annähen, damit alle Motive davon umrahmt werden. Ich bin sehr stolz auf das Ergebnis, vor allem weil ich keine Scheu vor Auftrennungen hatte (es sollten eben ALLE Motive in eine Richtung schauen!) und weil ich diesmal sehr gewissenhaft jede Näht und jedes Stöffchen gebügelt habe. Ich werde eben erwachsen und gewissenhafter, was das Nähen angeht ;) Ich bin schon ganz gespannt auf das "quälende" Quilten wie mir T. A. prophezeit hat...
Das Top! Bisher ca. 160 x 130