29. September 2016

Heiraten in Krefeld

Vor zwei Wochen waren der Schneck und ich auf unserer 3. gemeinsamen Hochzeitsfeier. Es ging am Freitagmorgen mit dem ICE von Berlin nach Duisburg. Trotz der frühen Morgenstunde war der Zug proppenvoll und wir mussten vom Ende bis zum Anfang des Zuges nach Sitzplätzen suchen. Als ich schon aufgeben wollte, sah der Schneck noch zwei passende Plätze (wir waren so weit vorne, dass wir nur fünf Reihen hinter dem Zugführer saßen...). Aber Platzreservierungen für vier Fahrten kosten einfach 18 €, also werden wir auch das nächste Mal auf große Suche gehen und uns das Geld sparen.

Die eigentliche Zugfahrt ist für diese Entfernung ziemlich kurz und nach knackigen viereinhalb Stunden mit Frühstücken, Lesen, Stricken und Quatschen waren wir auch schon am Ziel. Opa Schneck holte uns vom Bahnhof ab und Oma Schneck wartete auf uns mit einem tollen Mittagessen. Es gab Spaghetti Bolognese, Salat UND Eis! Welch Enkelfreuden! Und weil der Schneck so weit weg wohnt, müssen dann bei den wenigen Besuchen so viele Familienmitglieder wie möglich besucht werden. Außerdem muss auch "gearbeitet" werden, wenn man selten da ist. Also durfte sich der Schneck nach dem leckeren Mittagessen erst einmal den Laptop von Opa Schneck anschauen und in Ordnung bringen. Nach einem ausgiebigen Verdauungsgespräch zu viert kamen später noch Tante Ch., Cousine K. und Freund D. dazu. Am Abend gab es eine Hausführung, denn es hat sich in den letzten neun Monaten sehr viel verändert, und selbstgemachte Pizza. Wir kamen Dank Onkel S. sehr spät ins Bett, aber die anregenden Gespräche machen die Müdigkeit ganz schnell wett.

Am Samstag wurde ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt. Danach durfte der Schneck weitere IT-Probleme beheben. Wenn man schonmal da ist... :D Und so war dann der Vormittag bzw. Mittag auch schnell vorbei und wir konnten uns für die Hochzeitsfeier schick machen. Die Trauung in der Krefelder Kirche war sehr liebevoll gestaltet und der Kaplan hat den Traugottesdienst mit viel Nähe und Zeitgeist untermalt. Die Feier fand im Nordbahnhof statt. Es gab echte Schienen mit echten Zügen AM Restaurant und eine fahrende Modelleisenbahn IM Restaurant. Die kleine Bahn fuhr hoch über unseren Köpfen ihre Runden und regte zu Gesprächen an. Ansonsten gab es viel Kuchen, nette Gespräche, ein tolles Gedicht, etwas Getanze und ein glückliches Brautpaar. Wir hatten viel Spaß und freuen uns auf die nächste Hochzeit in vier Wochen!
Das Hochzeitsauto!!!!!
Leckere Hochzeitstorte
Ein kleines Gastgeschenk
Liebe geht eben durch den Magen
Der Sonntag begann dann etwas später, schließlich musste sich das gesamte "Partyvolk" ausruhen. Aber man steht gerne auf, wenn eine große Runde, tolle Brötchen UND Frühstückseier warten. Zum Mittagessen fuhren wir zu sechst zum Griechen und feierten den Geburtstag von Mutter Schneck nach. Am Nachmittag ging es noch zur Burg Linn, wo wir lange spazieren konnten, und am Abend nach Duisburg, wo wir zu viert "reden" konnten. Der ICE nach Berlin war zum Glück nicht so voll wie auf der Hinfahrt, sodass wir schnell Plätze fanden und die entstandene Anspannung langsam nachlassen konnte. Völlig müde und erschöpft fielen wir ins Bett. Ein ereignisreiches Wochenende!
Burg Linn
Froschkönige

24. September 2016

Mein zweiter Babyquilt

Während meines ersten Studiums 2011 habe ich für eine Kommillitonin einen Babyquilt genäht. T. A. hat mir sehr dabei geholfen und darüber gebloggt. Seitdem hatte ich keine Gelegenheit mehr einen weiteren zu nähen. Das hat sich nun geändert, denn Freundin B. und Freund B. werden Eltern. Weil mein Vorrat zu wenige Kinderstoffe beinhaltet, war ich auf dem Türkenmarkt und hatte hier meine Ausbeute gezeigt. Mich hatte es ziemlich gejuckt sofort anzufangen, aber ich wusste nicht genau wie. Ich sehe viele wunderschöne Quilts auf anderen Blogs und habe ziemliche Ehrfurcht davor entwickelt. Vor allem was die Stoffkomposition angeht. Also setzten der Schneck und ich uns zusammen und planten den Quilt mit unseren Methoden.    
Das Chaos bei der Stoffauswahl
Nachdem wir uns auf ein Muster geeinigt hatten, fing das Planen an. Wir fotografierten alle infrage kommenden Stoffe und erstellten am PC eine Vorlage. So konnten wir mögliche Varianten problemlos und schnell ausprobieren und uns auf eine Version festlegen. Hoffentlich sieht die Stoffkombination im Endzustand genauso gut aus...
Analoges Planen
Digitales Planen mit möglichen Stoffkombinationen
Vorlage für das spätere Zuschneiden und Nähen

Hier mit farbigen Hilfen

Die endgültige Stoffauswahl

Natürlich musste ich noch am selben Abend die Stoffe zu schneiden, aber während "The Untouchables – Die Unbestechlichen" auf Arte lief, machten sich die 52 Quadrate zu je 22 x 22 cm fast von selbst. Leider reichte ein Stoff nicht mehr für die vier gemusterten Quadrate, somit musste ein Ersatz her. Die Bären teilen sich also den Platz mit den Möwen. Mal gucken, wann ich daran weiterarbeiten kann. Der Fortschritt wird definitiv hier gezeigt, aber bis Februar habe ich noch eine Weile Zeit. (Der Schneck will übrigens nicht nur bei der Planung helfen, sondern auch beim Nähen.)
Ein bunter Regenbogen

Ein ziemlich hoher Stapel

21. September 2016

Türkenmarkt und Fahrradfahren

In Berlin Neukölln gibt es jeden Dienstag und Freitag den Türkenmarkt am Maybachufer. Ich gehe schon seit Jahren gerne dort hin um Obst, Gemüse, Käsecremes, türkisches Brot und vor allem Stoffe zu kaufen. Nach dem ersten Besuch und einer kleinen Eingewöhnung kommt der Schneck sehr gerne mit und berät mich langsam wie ein Profi bei der Stoffwahl.

Vor zwei Wochen schafften wir es nach längerer Pause mal wieder auf den Markt (man kann ja auch nicht jede Woche Stoffe kaufen...). Weil das Wetter gut war, fuhren der Schneck und ich die 9 km mit dem Fahrrad. Der Hinweg führte durch den Treptower Park und war von vielen entgegenkommenen, falschfahrenden Radfahrern geprägt. Sehr lästig und gefährlich! Leider hatte sich das auf dem Rückweg kaum geändert...... Aber auf dem Markt selbst war es sehr schön. Wir haben schöne Karten gefunden, reiche Stoffbeute gemacht und leckeres Gözleme zum Mittag gegessen.
Die gesamte Beute
Eine bunte Auswahl für spontane Kleinstprojekte
Bei den Stoffen guckte ich vermehrt auf Babystoffe, denn Freundin B. ist schwanger und soll für ihren ersten Spross einen tollen Babyquilt bekommen. Es ist zwar erst Anfang 2017 soweit, aber wenn ich jetzt Zeit und Lust habe, kann man gar nicht zu früh damit anfangen. Ich habe fünf Baumwollstoffe und einen extremkuscheligen Polyesterstoff für den Quilt gekauft. Vermutlich kommen nicht alle Stoffe in diesen Quilt, aber etwas auf Lager zu haben, ist immer gut. Sogar der Schneck hat etwas schönes für sich gefunden.
Stoff des Schnecks
Mein Lieblingsfund für 2 € den Meter
Superflauschiger Stoff
Grußkarten
Das Fahren durch den Treptower Park war so anstrengend, dass wir auf dem Rückweg einen zeitlichen Umweg in Kauf nahmen und den entspannten Fährbär benutzten. Es macht eine Menge Spaß dieses kleine Stück über die Spree mit der Fähre zu fahren. Ein schöner Abschluss eines tollen Tages.
Warten auf die Fähre

17. September 2016

Hochzeiten und Co.

Die Hochzeitsankündigungen stapeln sich langsam bei uns... Wenn eine erfolgreich gefeiert wurde, kommt schon die nächste Einladung ins Haus geweht. 2015 war es noch eine Hochzeit im September. 2016 war nun mit einer Mai-, einer September- und einer Oktoberhochzeit deutlich voller. 2017 soll bisher eine Mai- und eine Junihochzeit haben, wobei das natürlich nur die offiziellbekannten Feiern sind. Was da noch alles zusätzlich kommt, wissen wir noch nicht. Da werden der Schneck und ich wirklich zu Hochzeitsprofis!

Für die diesjährige Septemberhochzeit von Schnecks Cousine B. wollten die Brauteltern die Gästebuchseiten schon vorher ausgefüllt haben, sodass man dem Brautpaar das fertige Gästebuch am Tag der Hochzeit überreichen kann. Dafür sollte jeder Gast bzw. jedes Gastpaar eine Seite frei gestalten. Der Schneck und ich hatten viele Ideen und das ist im Endeffekt herausgekommen.
Wir haben uns in einen Photoautomaten, der typisch für Berlin ist, gesetzt und wollten mit Zetteln Grußworte festhalten. Hat nicht ganz funktioniert, also mussten die Grußworte nachträglich ins Buch geschrieben werden. Eine Deutschlandkarte mit den beiden Städten musste ebenfalls rein, denn wir werden vermutlich wieder die sein, die die weiteste Entfernung zu überbrücken haben. Aber trotzdem kommen wir gerne! Denn "Berlin meets Krefeld" mit viel Liebe.
Damit wir nicht nur auf Fotos zu sehen sind, haben wir noch mit unseren Fingern kleine Köpfe gestempelt. So erhalten die zwei Figuren etwas sehr individuelles (unsere Fingerabdrücke) und passen durch ihre minimalistische Art zum Gesamtpaket.
Was wir dem Brautpaar für ihre Ehe wünschen, habe ich noch zwischen die einzelnen Elemente geschrieben. Liebe, Harmonie, Zufriedenheit, Glück und Spaß sollte jede Ehe haben und so treffen sich die Worte bei den Initialien des Brautpaares.
Selbstverständlich musste auch noch ein Hochzeitsgeschenk her und weil das Drachenmobile so gut ankam, haben wir uns für eine Hochzeitsedition entschieden. Also wurden wieder die Laubsäge und die Malsachen ausgepackt. Diesmal sind drei "Bereiche" entstanden. Der Eiffelturm mit den Herzen steht für den Verlobungsort, die Nähmaschine und das Mountainbike zeigen die einzelnen Hobbies des Brautpaares und die Eheringe mit der Kirche sind natürlich für die Hochzeitsfeier.
Zwischenschritt: Das Anmalen
Das fertige Mobile
Die Verlobung in Paris
Der Eiffelturm
Nähmaschine und Fahrrad
Die Ringe mit der Kirche
Die Kirche stellt den originalen Trauungsort dar, also die wirklich echte Kirche. Das war eine kleine Herausforderung, die ganzen kleinen Details zu malen, aber ich finde, dass es mir gelungen ist.

Hochzeitskarte mit Segensworten
Und wenn man schonmal dabei ist mit der Laubsäge zu arbeiten, kommen einem noch ganz andere Ideen. So wie für das Geschenk für Schnecks Mama. Sie hatte Anfang September Geburtstag und da fiel uns eine schöne Idee in die Hände. Also ab in den Baumarkt und dickeres Holz kaufen. Wir haben diese Bärentatze aus Birken-Multiplex gesägt, damit es schön stabil ist und eventuell als Topfuntersetzer verwendet werden kann. Der Schneck musste ziemlich schuften um die dicke Platte zu zerzägen, aber das Resultat kann sich sehen lassen!
Tatze mit Bärchen
Geburtstagskarte

Der Geburtstag und die Hochzeit wurden dieses Wochenende in NRW geschenketechnisch vereint und hoffentlich haben sie gefallen :)

15. September 2016

Man spürt den Herbst

Obwohl in den letzten Tagen der Spätsommer nochmal mit aller Kraft und Wärme zurückkam, spürt man den Herbst näherkommen. Es sind zwar nur kleine Schritte, aber trotzdem. Ich freu mich schon jetzt über die Kühle in den Nächten!

Vor wenigen Wochen hat mich sogar schon die Stricklust gepackt! (Und das im "Sommer"!) Der Schneck und ich wollten eigentlich in Ruhe einen Film gucken, aber ich war so aufgekratzt und unruhig, dass ich unbedingt etwas mit meinen Händen machen wollte. Und so holte ich mir kurzerhand ein angefangenes Strickprojekt aus der letzten "Saison". Es war meine erste "Restesocke", die aus zwei Wollsorten besteht, bei der nur noch die Fußspitze fehlte. Die war schnell gemacht und so konnte die zweite Socke angefangen und fix beendet werden. Innerhalb weniger Tage mit fröhlichem Bahnstricken hatte ich mein erstes Sockenpaar für dieses Jahr fertig. Ich habe den Sockenschaft etwas länger gestrickt und mit einem einfachen Lochmuster am Rand versehen, sodass sie im Winter hübsch aus kurzen Stiefelchen gucken können. Ein weiteres Sockenpaar ist natürlich schon in der Mach.
Kuschelig warm
Hübsche Resteverwertung
Zwei Reihen mit Lochmuster durch einfache Umschläge
Nicht nur hobbymäßig zieht der Herbst bei uns ein, sondern auch auf dem Esstisch. Beim Pflaumenpflücken bei den Großeltern haben wir noch vieles anderes abstauben können, z. B. einen Kürbis. Die eine Hälfte wurde mit Hackfleisch gefüllt und im Ofen mit Käse überbacken. Die andere wurde zu einer Suppe verarbeitet. Meiner Meinung nach, kann der Herbst kommen!
Kürbis mit Hackfleisch und Käse
Kürbissuppe mit saurer Sahne, Röstzwiebeln und Sambal Oelek