27. Juli 2016

Sommerfest mit Kollegen

Endlich ist das Semester rum. Die Klausuren sind geschrieben und das Lernen bei Hitze und Sonnenschein hat nun auch ein Ende... Jetzt können die Ferien beginnen!

Zum Abschied des Semesters hat meine Chefin zum alljährlichen Sommergrillen eingeladen. Alle Mitarbeiter und Hiwis trafen sich im Garten meiner Chefin und brachten Leckereien für ein gemütliches Grillfest mit. Der Ehemann meiner Chefin war der Grillmeister. Das Grundstück liegt an der Havel und hat einen Steg, sodass wir an diesem heißen Freitag ins kühle Nass springen konnten. Es war herrlich! Nach dem üppigen Mahl wurde gequatscht, mit den kleinsten Gästen (unter 12 Monate) gespielt, auf der Gitarre geklimpert und zusammen gesungen. Ein gelungener Semesterabschluss, obwohl ich danach noch für meine letzte Klausur lernen und somit vor Feierende die Heimreise ins große B. antreten musste. Aber nun ist es geschafft!

Nicht die Havel, aber genauso schön!

22. Juli 2016

Kurzurlaub mit Familie Schneck 2016

Seit vier Jahren mache ich mit meiner ganzen Familie im Frühjahr einen Wanderurlaub. Sowas ähnliches wollten wir mit Schnecks Familie auch machen und so haben wir Kinder den Eltern zu Weihnachten "Zeit zu sechst" geschenkt. Daraus wurde ein Kurzurlaub an der Ostsee!

An einem Freitag Mittag setzten sich der Schneck und ich uns in einen Regio nach Rostock. Der war mal wieder proppenvoll, aber wir hatten zwei Sitzplätze und konnten "The Good Wife" gucken. Die heutige Technik machte es uns möglich, dass wir die ganze Zeit in Verbindung mit den anderen Familienmitgliedern standen, die mit dem Sechssitzer aus Hamburg kamen. Es wurden viele Fotos, Statusmeldungen und Infos ausgetauscht :) Das Wetter beim Losfahren in Berlin war sonnig und warm, aber wir wussten, dass es an der Küste nicht so sein sollte. Als wir dann in Bad Doberan ankamen, schüttete es regelrecht... und wir mussten eine Stunde auf die Autofahrer am Bahnhof warten (Ferienbeginn, Stau und andere Verzögerungen). Zum Glück gibt es dort die Schmal-Spur-Bahn Molli, sodass wir wenigstens etwas zu gucken hatten.
Der neue Backpacker ist jetzt immer dabei!

Das einzige offene Gebäude am Bahnhof
Nachdem wir dann vom trockenen Partybus mit Mama, Papa und Schwester Schneck und Freund P. eingesammelt wurden, konnten wir zur Ferienwohnung weiterfahren. Dort haben wir nur unsere Sachen abgeschmießen, denn wir wollten zum Abendbrot nach Warnemünde fahren.
Voll schön! Lütt Pütt!
Der erste Hafenblick
In Warnemünde gibt es die Prager Bierstuben, die leckeres Bier und deftige Böhmische Küche anbieten. Ich habe eine großartige Schwarzbierrolle mit Speck- und Kartoffelknödeln und Rotkohl gegessen.
Weil das Wetter immernoch regnerisch war, sind wir lieber noch spät einkaufen gefahren und haben uns Warnemünde nicht angeguckt. Der große Supermarkt war an einem Freitag um 21:15 Uhr wie leergefegt. Es waren vielleicht 20 Leute im gesamten Laden, wobei wir schon sechs waren. Wir haben fix einen Großeinkauf mit Frühstückssachen, Grillzeug, Bier und anderen Leckereien für die nächsten zwei Tage gemacht.
Zurück in unserem Urlaubsort haben wir noch einen kurzen Abstecher zur Ostsee gemacht. Es war richtig tolles Wetter und das Meer war sehr verlockend! Wir haben dann aber lieber in der Ferienwohnung Mau Mau mit einer Karte gespielt :)
Am nächsten Tag war dann der Strand angesagt. Anfangs war es bewölkt und trüb, aber wir haben es uns nicht nehmen lassen, trotzdem in die kalte Ostsee zu "schleichen". Wir hatten riesigen Spaß mit den Wellen! Am Mittag gab's dann Brötchen und Eis. Außerdem wurde es richtig sonnig und der Schneck und ich haben uns sogar etwas Sonnenbrand geholt... Den Strandtag haben wir mit Burgenbauen, Drachensteigen, Lesen, Boulespielen und Baden sehr genießen können!


Petz macht einen Stein-Engel!

Am Abend schön eincremen!
Am Sonntag sind wir dann wieder nach Warnemünde gefahren, um mit der Fähre zu fahren und uns die Ostmole und die Robbenforschungsstation an zu gucken. Auf der Forschungsstation haben wir viel Zeit verbracht und so einiges gelernt (Seehunde, -bären und -löwen gehören alle zu den Robben, aber nur die letzten beiden haben "Ohrmuscheln")! Der Student, der die Einführung gegeben hat, wurde regelrecht von uns mit Fragen gelöchert, aber man sah ihm an, dass er sehr gerne unsere Neugierde gestillt hat. Nach der Mittagspause auf dem Parkplatz sind wir dann an den Oststrand und haben die flache und ruhige Ostsee genossen.
Ferdi in seinem neuen Schloss
Dann hieß es aber auch schon wieder zurück zur Ferienwohnung. Nach einem Abschlussessen mit Spaghetti Bolognese sind Mama, Papa und Schwester Schneck und Freund P. zurück nach Hamburg gefahren. Wir zwei blieben noch für eine Nacht und haben uns sogar spätabends nochmal in die Ostsee gewagt. Leider waren auch die Mücken da...

Am Montagmorgen räumten wir die Ferienwohnung und zogen mit Sack und Pack für die letzten Stunden an den Strand.
Kuscheln am Strand
Nach einer Bustour und einem Aufenthalt am Rostocker Bahnhof ging es wieder nach Berlin.

Der Familienurlaub hat sehr viel Spaß gemacht und das Weihnachtsgeschenk war somit ein voller Erfolg. Wir haben sogar schon Pläne für einen weiteren Urlaub. Diesmal aber mehr im Süden. Die Alpen oder so ;)

18. Juli 2016

Selbstgemachte Marmelade

Anfang Juli fragte Opa den Schneck, ob er vorbeikommen könnte und Sauerkirschen ernten würde. Er kommt nicht mehr so hoch in den Baum und der Schneck ist noch jung und beweglich wie ein Äffchen. Also fuhren wir nach der Uni bzw. Arbeit hin, um Kirschen zu pflücken. Als wir ankamen, sah das Wetter gar nicht einladend aus und deshalb haben wir uns das Baden im See gespart und nur geerntet. Oma hat uns natürlich noch mit Kuchen versorgt, sodass wir gestärkt in den Baum konnten :)
 
Der Tarn-Schneck
Wir haben über 3 kg Sauerkirschen geerntet und ich durfte auch noch "Jochel-" bzw. (wie mir Mama Schneck sagte) "Jostabeeren" pflücken. Das ist eine Kreuzung zwischen schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere. Wieder etwas gelernt! Oma hat uns noch einige Zucchinis eingepackt, sodass unsere Ausbeute ziemlich groß war.
Die Zucchinis habe ich abends gleich mit Frischkäse gefüllt und im Ofen überbacken. Die 3 kg Kirschen mussten ebenfalls noch entsteint und zu Marmelade verkocht werden. (Obwohl Marmelade EU-technisch das falsche Wort ist... Marmelade "darf" nämlich nur aus Zitrusfrüchten bestehen, alles andere ist Konfitüre. Marmelade ist aber ein schöneres Wort und deshalb heißen alle Fruchtaufstriche bei mir Marmelade :D ) Der Schneck und ich saßen also vorm Fernseher, haben "The Good Wife" geguckt und viiiele Kirschen entsteint. Eine ziemlich mühsame Arbeit... und dann noch das Gläsersterilisieren und Marmeladekochen. Wir brauchten bestimmt vier Stunden bis endlich die Kirschen in den Gläsern waren. Aber gestern Morgen hatte ich ein superleckeres Brötchen mit (etwas zu flüssiger) selbstgemachter Marmelade! Mhh...

Weil ich dann keine Lust mehr hatte weitere Marmelade zu kochen, habe ich die Jostabeeren zunächst eingefroren, um später Gelee daraus zu machen. Heute war dann später :) Mit dem alten AEG-Entsafter von Familie Schneck habe ich die Beeren schnell entsaftet bekommen. Ich habe noch einen Apfel und etwas Kirschsaft dazugegeben, damit es etwas mehr und etwas süßer wird. Es sind auch nur vier Gläschen geworden, aber das Gelee schmeckt sehr außergewöhnlich. Es war sozusagen ein Experiment. Mal gucken, ob es was geworden ist. Die Mirabellenmarmelade war schließlich auch erst nur ein "Versuch" und ist jetzt heißbegehrt.

11. Juli 2016

Große Klunker und feste Feiern Nr. 2

Beim Diamant-Wochenende vor gut drei Wochen sollte es einen bunten Abend geben, damit nicht nur gegessen, getrunken und gequatscht wird. Der Schneck und ich wussten lange nicht, was wir machen wollen. Es gab viele Ideen, aber wir fanden nicht so richtig was, was wir schnell und unkompliziert vorbereiten konnten. Da ich eh etwas schenken wollte und schon eine Nähidee hatte, nahmen wir das als Aufhänger für unseren Beitrag.

Im Endeffekt nahmen wir unseren Wohnort bzw. meine "Herkunft" als Anlass für unseren Bunten-Beitrag. Die ganze Familie des Schnecks wohnt im ehemaligen West-Deutschland und sogar Freund P. ist "desertiert" :) Der Schneck und ich sind die Einzigen, die im ehemaligen Osten wohnen. Ich wollte eh einen Beutel nähen und so konnten wir das gedachte Geschenk als Verpackung für unser "Ostpaket" nehmen. 

Ich habe einen einfachen Beutel mit buntem Diamant-Motiv genäht. Es sollte etwas Praktisches sein, das an das Jubiläum erinnert.
Gefüllt haben wir unser Ostpaket mit regionalen bzw. "typischen" Produkten, die wir gerne benutzen; eine Potsdamer Stange, ein Berliner Pilsener, Äpfel und Ketchup aus Werder, Senf aus Bautzen, Milch aus Brandenburg und Gurken aus dem Spreewald.
Als i-Tüpfelchen hat der Schneck einen Kniffelblock neudesignt. Es heißt jetzt Diamant-Kniffel und man muss z. B. 1 bis 6 Karat oder die Enkelkinder (3 und 2 Gleiche bzw. Full House) erwürfeln. Alle fanden die Idee und Umsetzung richtig toll. Vielleicht merken wir uns das als Weihnachtsgeschenk ;)

7. Juli 2016

Große Klunker und feste Feiern Nr. 1

Die jungen Menschen in meinem Umkreis verloben sich, heiraten oder bekommen Kinder. Die ältere Generation hat das alles schon vor Jahrzehnten "erledigt" und kann deshalb ihre Jubiläen feiern.

Im Mai hatten die Großeltern vom Schneck ihren 60. Hochzeitstag und wollten das mit der ganzen Familie feiern! Also wurde schon Anfang des Jahres nach einem Termin und einem Ort gesucht, der möglichst zentral in Deutschland und für alle gut zu erreichen ist. Mama Schneck und Tante C. haben dann die Planung übernommen und so wurde für das diamantene Jubiläum ein Wochenende im Juni in der Nähe von Kassel ausgesucht.

Vor drei Wochen setzten sich der Schneck und ich uns an einem sehr frühen Samstagmorgen (6:30 Uhr... so wie 5mal in der Woche...) in die Tram um zum Hbf zu fahren. Wir mögen beide das Zugfahren und wenn es dann sogar ein ICE ist, macht das frühe Aufstehen sogar etwas Spaß ;) Auf der Hinfahrt hatten wir einen Tisch für uns alleine, sodass ich gut für die Uni arbeiten konnte. Nur das Nebengespräch über Gott und die Welt störte etwas zu der Tageszeit, aber es gibt schließlich Kopfhörer! Als wir in Kassel ankamen, fanden wir schnell die Tram und fuhren zum Frühstückscafé in dem sich die ganze Familie treffen wollte. Nachdem sich alle begrüßt hatten, konnten wir das reichliche Frühstücksangebot und die Gesellschaft genießen. Es gibt immer so viel zu erzählen, wenn man sich nur alle paar Monate sieht.
Tolle Dekoration im Café
Danach fuhren wir nach Bad Emstal ins Hotel. Nachdem wir mehrfach nachgefragt haben, ob der Schneck und ich wirklich in der Hochzeitssuite einquartiert sind und ob das wirklich so richtig ist, konnten wir das Zimmer sehr genießen. Es war viel zu groß für die eine Übernachtung, aber als Student kann einem das sehr gefallen :D
Das wunderschöne Himmelbett mit häßlicher Putte...
Das Arbeitszimmer ;)
Überall tolle Holzmöbel
Das Bad mit Whirlpool!
Etwas gruselig: Ein Spiegel im Himmelbett
Am Nachmittag ging es dann in den Kurpark für Spaß und Spiel. Wir haben uns kräftig mit einem Mini-Football und einem Volleyball ausgepowert, und auch die vorhandenen Geräte alla "Trimm-dich-Pfad" waren vor der Familienmeute nicht sicher :)

Nach dem ganzen Sport konnten wir uns mit Hilfe von Kaffee und Kuchen stärken. Papa Schneck hatte dann noch etwas für den Geist vorbereitet. Vor 35 Jahren(?) gab es schon zur Silberhochzeit ein Rätsel, dass für das Diamant-Jubiläum nochmal rausgesucht und angepasst wurde. Freund P. und ich haben's trotz Outsider-Stand gerockt!

Zum Abendessen trafen wir uns im "Festsaal". Dort genossen wir Auberginen-Melonensuppe, Fisch, Schwein oder Hähnchen und ein Dreierlei aus Erdbeeren. Es war sehr lecker! Nach dem Schlemmen startete der bunte Abend. Es wurden Geschichten erzählt, Bilder gezeigt, Geschenke überreicht und
Selbstgedichtetes vorgetragen und zu späterer Stunde auch das Tanzbein geschwungen.
Passende Tischdeko
Witzige Weingläser
 
Am nächsten Tag konnten wir ein dekadentes Frühstück im Hotel genießen und verbrachten den Vormittag und Mittag mit der Familie an der Sperrmauer am Edersee. Dort gab es auch einen Auqapark, den nicht nur die Kleinen ausgiebig benutzten! Nach dem Mittagessen beim Italiener trennten wir uns, weil die Heimwege doch länger waren. Mit der engen Familie vom Schneck fuhren wir noch nach Kassel, gingen im Park spazieren und aßen ein Eis.

Die Sperrmauer
Der Auqapark
Der Blick auf Kassel
 
Eine riiiesige Fontaine
Die Rückkehr mit dem ICE nach Berlin war etwas anstrengender, weil der Zug fast 15 Minuten Verspätung hatte und wir sehr lange nach einem Sitzplatz suchen mussten... Aber irgendwann wird man fündig :)
Ein war ein richtig gelungenes Wochenende mit viel Spaß und viel Familie!