30. November 2012

Die Strickwut und andere winterliche Ereignisse

Ich bin einfach süchtig nach Stricken und Wolle und neue Muster ausprobieren. Ich hoffe für meine Sehnen und Gelenke, dass das spätestens im Februar wieder abflaut, denn meine Hände fühlen sich ziemlich benutzt und alt an. Ja, ja, mit frischen 22 sollte ich es langsamer angehen.

Gestern hatte ich keine Uni und weiter nichts vor. Also habe ich den ganzen Tag, ja den GANZEN Tag, gestrickt und dieser knöpfbare Loop kam dabei raus.
Die Wolle ist perfekt für den Winter und da ich sie mit einer 10er Nadel gestrickt habe, auch schön fluffig und weich.
Wahrscheinlich werde ich ihn zu Weihnachten verschenken, aber natürlich nicht an die familiären Blogleser. Die sollen noch überrascht werden :D

 Und so sieht er "angezogen" aus. Sehr gequem und bestimmt hält er den bösen, kalten Winterwind ab!
Außerdem bin ich fast mit dem Mammutprojekt für's Schwesterherz fertig. Der "Loop" aka der Megaschal ist momentan 50 cm breit und mindestens 270 cm lang! Ein Riesending!
 Fast doppelt so lang wie mein Bett breit ist! (Hier ist er doppelt gelegt.)
Ein Monsterteil. Ob das überhaupt Platz im schwesterlichen Kleiderschrank findet? Sind schließlich gut 800g Wolle für einen "Schal". 
 In diesem schicken Geschenkpapier war mein Geburtstagseulenbeutel von Freundin S. verpackt.
 
Zusätzlich gab's noch einen Schutzumschlag für meinen Studentenausweis. Die sieht aus wie ich in meinem Abikleid. Voll cool! Vielen lieben Dank noch einmal für die schönen Geburtstagsgeschenke, Freundin S.!
 Ohne Panda wäre es nur halb so schön.
Heute habe ich mir meine Haare zum ersten Mal mit Natron und Obstessig (Apfelessig war aus) gewaschen. Riecht beim Duschen nicht ganz so lecker, aber nach dem Trocknen verschwindet das. Sie fühlen sich momentan ziemlich gut an. Vielleicht nicht ganz so geschmeidig wie mit Shampoo, aber nicht wirklich störend. Das Wichtigste, meine Haare wurden sauber.
Am letzten Wochenende wurde offiziell die Weihnachtszeit eingeläutet. Meine Familie hat sich am Sonntag getroffen und TONNEN an Plätzchen gebacken. Jeder hat seinen Teig schon fertig mitgebracht und so mussten wir "nur" noch rollen, schneiden, ausstechen, füllen, backen und glasieren. Das Ganze dauerte ungefähr 6, 7 Stunden (mit einer leckeren Stärkungskürbissuppen-Pause. Danke T.A und O.M!). Am Ende hatten wir sechs verschiedene Plätzchensorten und jeder konnte sich so viele mitnehmen wie er wollte (oder tragen konnte). Im Großen und Ganzen haben wir über 6 kg Teig verbacken!
Meine Plätzchen machen es sich in meiner Diddl-Dose gemütlich. Die ist noch ein Überbleibsel aus meiner Diddl-Sammelphase mit 11, 12 Jahren. Die Diddl-Plüschmäuse wohnen bei meiner Mama auf dem Dachboden. Ich denke in letzter Zeit ganz oft an sie und werde vielleicht demnächst alle mal wieder runterholen und knuddeln! 
Als Zudecke für die Plätzchen gibt es noch diese feine Cupcake-Serviette, die meine Mutti aus England mitgebracht hat.

Ich wünsche Euch einen keksigen Tag!

29. November 2012

Helden des Alltags # 4

Dienstägliche Donnerstägliche Heldenzeit soll auch heute wieder sein. Die Idee stammt von Robotiliebt und ist eine tolle Gelegenheit kleine, feine Dinge zu zeigen und noch mehr zu würdigen.

Heute will ich euch meine liebsten Taschen und Beutel zeigen, die alle von lieben Menschen selbstgemacht wurden. Eigentlich benutze ich nur selbstgemachte Taschen, die anderen liegen auf meinem Schrank und weinen..

Durch das "schöne" Winterwetter ist es gerade schlecht mit Tageslicht, deshalb geben die Fotos eher Impressionen...

Der erste Beutel ist von meiner Schwester und bestimmt schon 7 Jahre alt. Er ist super zum Einkaufen, weil er schön stabil ist.


Den Harry-Beutel kennt ihr ja schon, aber weil ich mich immer noch wie Bolle freue, wenn ich ihn sehe, musste er mit in die Reihe!
Dieser hier ist gaaaanz neu und zuckersüß! Ich habe ihn von Freundin S. zu meinem Geburtstag bekommen. Wenn man Montags Geburtstag hat, hat man auch eine ganze Geburtstagswoche, sagt das Cousinchen. Ja, ja!
Am Besten ist die tolle Haptik der Eule. Der Flauschbauch, die Knöpfe und die unterschiedlichen Stoffe fassen sich ganz toll an.
Und nun kommt die Tasche, die den Anstoß zu den heutigen Helden gab. Diese Ledertasche hat mir meine Schwester genäht (mit Hochleistung unter Lebensgefahr, so wie sie geflucht hat). Eigentlich ist sie wunderschön weinrot und rehbraun, aber da es gerade knapp mit Tageslicht ist... Die Möglichkeit sie "zusammen geklappt" zu tragen oder...
 ... in A4-Format, macht sie perfekt für Spontaneinkäufe. Außerdem kann ich sie als Umhängetasche tragen oder in der Hand, sollte sie mal zu schwer werden. Als Muster diente meine alte Lieblingstasche von H&M. Leider war sie nur aus Kunstleder und sah nach 2, 3 Jahren exessivem Tragen gar nicht mehr schön aus. Also hat Schwesterherz sie aus Leder neugenäht. Der Gurt ist noch original H&M, aber der Rest ist made by Schwesterherz :)
 Sie hat sogar selbstbedruckten Sternchenstoff für's Innenfutter verwendet!
Die letzte Tasche hat meine Mama komplett selbstgenäht! (Vor allem Kommilitonen sind immer überrrascht, weil sie denken, dass nur der Hund raufgenäht wurden.) Da sie aus Canvas (ich glaube, so heißt der Stoff) ist, ist sie auch super für Schmuddelwetter, weil wasserfest. Ich benutze sie häufig für die Uni, weil Fred (mein Netbook) und meine Schreibunterlagen reinpassen. Der kleine Hund ist an Struppi von "Tim und Struppi" gelehnt.
Der Blümcheninnenstoff ist ein Traum und da meine Mutti zu dem Zeitpunkt einen Nähanfall hatte, ist die Innenausstattung auch sehr "luxuriös". Reißverschlusstäschen, Handytasche, Stiftehalter, und und und.


Ich wünsche Euch einen heldenreichen Tag.

22. November 2012

Es wird weihnachtlich!

Gestern war mir total nach Weihnachtsdeko und schwuppstiwupp habe ich seit Ewigkeiten wieder einmal gebastelt und es war toll!

Ich fand meine Fenster so karg und somit mussten viele, viele Schneesterne her. Ich mochte die schon immer und es machte genauso viel Spaß sie zu basteln wie früher.
 Außerdem mussten noch Schneemänner ran :)
Am meisten Spaß machte es mir die Gesichterchen zu machen. Jeder hat natürlich eine eigene Mimik bekommen!

 Diese Zwei dürfen sogar Händchen halten. Die Süßen!
 Die Schneesterne sind alle unterschiedlich, wie in der Natur.
 
Vorhin ging die Sonne unter und der Himmel sah wunderschön aus.


Das Basteln hat mir richtig viel Freude bereitet und man sollte es öfter machen. Außerdem sind nur Schneemänner langweilig. Irgendwie fehlt noch was cooles, zum Beispiel Schneehasen oder sowas. Mal gucken.

Der weihnachtliche Drang hat sich heute auch noch fortgesetzt und ich hatte Lust auf Backen. Ich hatte gerade Magerquark da und hab geguckt ob mein restlicher Vorrat für Quarkkeulchen reicht und tadaaaa es hat gelangt.

Zum Glück, denn die waren superlecker! Jeder Einzelne! Nomnomnom.

Ich wünsche Euch einen basteligen Tag!

20. November 2012

Helden des Alltags # 3

Dienstägliche Heldenzeit soll auch heute wieder sein. Die Idee stammt von Robotiliebt und ist eine tolle Gelegenheit kleine, feine Dinge zu zeigen und noch mehr zu würdigen.

Mein heutiger Held ist mein erster diesjähriger Weihnachtskalender, den ich von meiner superlieben Freundin B. bekommen habe.

Sie hatte ihn per Post geschickt und ich habe mich sooooo darüber gefreut. Nicht nur das ich Post bekommen habe, sondern auch, dass der Kalender supersüß und putzig und glitzerig und drollig ist! *hähähähä.. (mauliartiges Gelächter ist schwer zu schreiben.. aber ihr wisst, was ich meine). Ich liebe den kleinen Maulwurf, aber wer tut das nicht? Ich bin schon ganz aufgeregt auf den 1. Dezember und das erste Türchen!
Und hier noch ein kleines Video, damit wieder jeder weiß, warum der kleine Maulwurf einfach nur fetzt!

Ich wünsch Euch einen mauligen Tag!

19. November 2012

Wärmende Dinge

Zuallererst: Ich habe mein allererstes Sockenpaar fertig gestrickt! Ich bin ganz stolz und sie sind (natürlich) wunderschön und halten in diesem Moment meine Füßilein warm.

Die Wolle macht richtig gute Laune und ist schön "stabil". Also keine Flauschsocken, sondern eher normale Alltagssocken.
Beim nächsten Paar bin ich nun aber geschulter und weiß, was ich verbessern will. Der Fersensteg z.B. ist bei den Socken von meiner Oma viel breiter und bequemer. Das will ich beim nächsten Paar ausprobieren.
Meine Strickwut kennt momentan keine Grenzen und ich habe den zweiten Socken innerhalb von 3 Tagen gestrickt. Total bescheuert. Als hätte ich Termindruck oder nichts besseres zu tun... Aber das macht einfach zu viel Spaß und man kann Schals, Socken, Mützen, Stirnbänder, vielleicht demnächst Ponchos und Jacken stricken. Es gibt theoretisch keine Grenzen. Also warum Unikram machen, wenn man stricken kann?

Nun meine zweite Wärmequelle. Vor Jaaahren hatte meine Mama ein superleckeres indisches Gemüsecurry gekocht. Damals war's mir zwar viel zu scharf, aber trotzdem so lecker, dass es mir im Gedächtnis hängen geblieben ist. Endlich habe ich es nachgekocht und es war genauso köstlich wie in meiner Erinnerung.
Das Gemüse wurde frisch vom Türkenmarkt gekauft und sofort verarbeitet. Die Zutaten sind, denke ich, flexibel, aber ganz wichtig ist die Kokosmilch. Gemüsetechnisch kamen bei mir Kartoffeln, Zuckerschoten, Möhren und Blumenkohl rein. Kurz anbraten. Dann mit Kokosmilch und ein bisschen Brühe ablöschen, mit Sambal Oelek bzw. Sriracha Soße und Kurkuma würzen, 20 Minuten köcheln lassen. Zum Abschluss mit Salz, Pfeffer und Korrianda abschmecken und fertig! Ein köstliches Gemüsecurry. Durch die angenehme Schärfe hat es wunderbar von Innen gewärmt und wird definitiv in diesem Winter noch mal gekocht! Es schmeckt auch aufgewärmt, obwohl dann die Zuckerschoten (wie auf dem Bild) nicht mehr knackiggrün sind, aber geschmacklich immer noch top.

Und nun noch Wärme für's Herz. Auf meinem gestrigen Nachhauseweg um 2 Uhr, habe ich einen Luftballon mutterseelenallein auf der Straße gefunden. Natürlich musste der mit zu mir. Also schnell ans Handgelenk geschnürt und fröhlich weiter gelaufen. Jetzt hängt er an meiner Garderobe und freut sich hoffentlich über das neue, warme Zuhause.

Ich wünsche Euch noch einen warmen Tag.

Büchersonntag # 2

Gestern war wieder Büchersonntag bei Corrisande. Dort stellt sie Fragen, die nicht alltäglich sind, rund um Bücher. Ich war sofort von der Idee begeistert und präsentiere euch heute: Welches Buch (wieder) lesen zu können hast du dich in letzter Zeit gefreut?

Bei mir war es vor einigen Monaten "Susanne in Märzdorf" von Lilo Hardel. (Es war auch schon letzten Sonntag vertreten bei den "Lieblingen im Regal".) Ich lese gern Bücher zwei- oder dreimal (, wenn nicht sogar noch öfter), weil mir entweder die Geschichten sehr gut gefallen haben oder weil ich mich einfach nicht mehr erinnern kann, was in dem Buch passierte. Deshalb fiel mir wieder vor einiger Zeit Susanne in die Hände. Ich erinnerte mich kaum noch an dieses Buch und freute mich erneut auf die Geschichte (Außerdem gibt's Bilder in dem Buch. Viel zu wenige "Erwachsenenbücher" sind illustriert!), und wie ich wieder einmal feststellte, bin ich großer Fan sozialistischer Kinderliteratur. Die ist irgendwie ehrlicher und sachlicher. Kleine Alltagsbeschreibungen eben. Susannes Mutter geht z.B. arbeiten und kümmert sich trotzdem noch um die Kinder und das Mittagessen. Und wenn sie mal nicht schafft den Jüngsten aus dem Hort abzuholen, dann muss eben die große Schwester ran.
Ich habe mich total gefreut dieses Buch wieder lesen zu können und jetzt ist mir auch der größte Teil der Geschichte hängen geblieben. Trotzdem wird's in ein, zwei Jahren wieder gelesen, weil es einfach so schön ist.

Ich wünsche Euch einen sozialistischen Tag.

13. November 2012

Helden des Alltags # 2

Dienstägliche Heldenzeit soll auch heute wieder sein. Die Idee stammt von Robotiliebt und ist eine tolle Gelegenheit kleine, feine Dinge zu zeigen und noch mehr zu würdigen.

Meine heutigen Helden sind die ganzjährigen Schneekugeln. Sie stehen Sommer wie Winter im Bücherregal und haben auf Besucher schon leicht irritierend gewirkt. Ich freue mich einfach sie zu sehen, egal ob die Sonne scheint oder dicker Schnee draußen liegt.


Die größte Schneekugel ist, glaube ich, von Tchibo gewesen. Sie hat unten Flauschfell und spielt das Lied "We wish you a merry christmas". Natürlich musste ich eben die Spieluhr aufziehen, lauthals mitsingen und jetzt einen Ohrwurm haben. Danke, liebe Schneekugel. Trotzdem ist der Elch zuckersüß mit seinen kleinen rosa Ohrenschützern!


In der Kleinsten wohnt der Weihnachtsmann. Sie ist eher klassisch, aber genauso schön und heiß geliebt.


Der kleine Schneemann verdurstet wohl demnächst, aber solange die Nase unter Wasser ist, passt das schon. Der Kleine ist meine älteste Kugel und wahrscheinlich auch die "billigste". Es hatte nicht mal für eine Glashaube gereicht. Aber weil ich sie schon als Kind hatte, sind auch die meisten Erinnerungen mit ihr verbunden. Deshalb wird sie auch trotz Wasserverlust nicht weggeschmissen! Wo kämen wir denn da hin! Eigentlich zeigt sie einfach nur den allseitsbekannten Klimawandel. Also eine Schneekugel mit langjährigem Experiment zur Anschauung der globalen Erwärmung. Rettet die Schneemänner!


Euch noch einen schneefreien Tag (in Berlin hat's noch nicht einmal geschneit! Win!) und einen Ohrwurm für zwischendurch. "We wish you a merry christmas, we wish you a merry christmas, we wish you a merry christmas and a happy new year!"